Wenn du das Gefühl hast nicht wirklich am Leben zu sein
Nach einem langen Arbeitstag noch spontan überlegen, was man tun könnte? Klingt gut – funktioniert aber selten. Meistens ist man einfach zu erschöpft und verbringt den ganzen Abend nur damit, darüber nachzudenken, was man tun könnte, anstatt es tatsächlich zu machen. Und weil nichts geplant ist, rutscht man automatisch in den Default-Modus: Man macht das, was am wenigsten Energie kostet. Das sind oft Dinge, die ohnehin immer passieren: durch Social Media scrollen, ziellos Videos anschauen oder einfach nur rumliegen.

Aber manchmal ist es nicht nur Erschöpfung. Manchmal ist da eine seltsame Leere. Ich habe gearbeitet, nun ist Feierabend und die schöne Freizeit beginnt, doch irgendwie fehlt mir der Zugang zu meinen eigenen Emotionen. Ich „weiß“ dann einfach nicht, worauf ich Lust habe, was mich glücklich machen könnte.
Alles fühlt sich…
leer an.
Und das kann zu längeren Phasen führen, in denen diese Leere sich ausbreitet. Keine Höhen, keine Tiefen – einfach nur ein vages Dasein, das sich weder gut noch schlecht anfühlt. Bin ich am Leben… frage ich mich?
Den Feierabend ohne Plan zu verbringen fühlt sich oft emotional leer an, da man in den Energiesparmodus wechselt. Ein bisschen Struktur kann da bereits Wunder wirken!
Warum wir Spannung in unserem Alltag benötigen

Unser Gehirn ist darauf ausgelegt, Neues zu entdecken. Wenn wir immer nur den gleichen Ablauf haben, fühlt sich das Leben eintönig und emotionslos an. Während der Arbeit bin ich zwar konzentriert und erlebe hin und wieder kleine Emotionen (Freude über Erfolge, Frust über Fehler…), aber insgesamt bin ich oft ernst und fokussiert. Das Problem ist hierbei, dass ich zu wenig emotionale Vielfalt im Alltag erlebe. Studien zeigen, dass Routinen ohne emotionale Beteiligung dazu führen können, dass das Zeitgefühl verzerrt wird, wir haben dann das Gefühl, die Wochen verfliegen, aber erinnern uns kaum an Details. Der Grund ist klar: Erlebnisse werden besonders dann gut abgespeichert, wenn sie mit Emotionen verknüpft sind.
„Aber Soziale Medien oder Fernsehen entspannt mich doch?“
TikTok oder andere Medien können mir kurzfristig „Trost“ schenken. Mir ein Lächeln ins Gesicht zaubern, wenn ich mal einen harten Tag gehabt habe. Jedoch muss man bedenken, dass man sich berieseln lässt, passiv Erlebnisse anderer aufnimmt, aber so richtig auftanken tut man nicht. Das Gehirn schaltet in den Standby-Modus, der Körper bewegt sich nicht, und am Ende des Abends fragt man sich: Wo ist die Zeit eigentlich hin?
Das Ding ist: Richtige Entspannung fühlt sich danach gut an, nicht leer. Wenn ich z. B. spazieren gehe, was Neues erlebe oder mich mit jemandem unterhalte, merke ich, dass mein Kopf wirklich „frischer“ ist.
Das liegt daran, dass unser Gehirn Dopamin (Motivation, Freude), Oxytocin (soziale Bindung) und Endorphine (Glücksgefühle durch Bewegung) braucht, um sich lebendig zu fühlen.
Wenn wir jeden Tag dasselbe machen, fühlen sich die Tage irgendwann gleich an, als würden wir in einer Zeitschleife leben. Passiv Inhalte konsumieren macht dagegen eher träge. Es entspannt kurzfristig, aber gibt mir nichts zurück. Keine neuen Emotionen, keine echte Beteiligung.
Heißt nicht, dass Soziale Medien von Grund auf schlecht sind. Wenn’s mir gut tut, why not? Aber wenn ich danach das Gefühl habe, ich hab den Feierabend einfach „weggeguckt“, dann weiß ich, dass mein Gehirn eigentlich nach was anderem verlangt. Wir benötigen auch „Spannung“. Etwas das uns nicht nur tröstet, sondern uns etwas schenkt, was uns das Gefühl gibt von „Ich bin tatsächlich am Leben!“.
Wir benötigen nicht nur ruhige Entspannungsmomente im Feierabend, aber auch Momente der Spannung, um das Gefühl zu haben am Leben zu sein.

Aber wie kann ich Spannung im Alltag integrieren?
Natürlich kann ich nicht jeden Tag auf eine Reise gehen oder immer was Großes unternehmen, um Spannung in den Alltag zu bringen. Aber das heißt nicht, dass es nichts gibt, was uns ein bisschen aus der Komfortzone holen kann. Spannung muss nicht immer etwas Riesiges sein, manchmal reichen schon die kleinen Dinge, die uns aus der gewohnten Routine werfen.
Zum Beispiel: Etwas zu tun, was uns ein bisschen Angst macht oder uns unangenehm ist.
Es könnte ein schwieriges Gespräch sein, das wir schon lange vor uns herschieben, oder eine neue Aktivität, die wir uns nie getraut haben. Auch mal was Ungewohntes ausprobieren – sei es ein neuer Weg nach Hause oder eine ungewohnte Sportart. Die kleinen Herausforderungen, die uns raus aus der Komfortzone holen, sind oft genau das, was uns wieder wach macht und uns das Gefühl gibt, wirklich zu leben.
Schauen wir uns als Beispiel mal meinen Tagesablauf an und analysieren, wann ich eher entspannte oder „spannende“ Phasen habe:
Zeit | Aktivität | Emotionale Vielfalt |
---|---|---|
06:00 – 08:00 | Morgenroutine + Fahrt zur Arbeit | 🟢 Low (Ruhig) |
08:00 – 12:00 | Work | 🟢 Low (Konzentriert) |
12:00 – 12:30 | Mittagessen | 🟠 Mittel (Social) |
12:30 – 17:00 | Work | 🟢 Low (Konzentriert) |
17:00 – 18:00 | Fahrt nach Hause | 🟢 Low (erschöpft) |
18:00 – 21:00 | Abendessen & Fernsehen | 🟢 Low (Passiv) |
21:00 – 22:30 | Lesen + Schlaf | 🟢 Low (Ruhig) |
Man erkennt ziemlich leicht, dass es jetzt ganz klar wird, warum ich das Gefühl habe nicht wirklich am Leben zu sein und meine Wochen sich monoton und neutral anfühlen. Ich erlebe einfach keine „spannenden“ Momente in meinem Alltag. Dies möchte ich jedoch ändern! Diesbezüglich stellt sich jedoch erstmal die Frage. Wann soll ich diese Momente erleben?
In Bezug auf meine tägliche Routine bin ich morgens noch ziemlich müde und nicht wirklich in der Stimmung für Spannung. Die Arbeit läuft dann meistens auf Konzentration, unterbrochen von den kleinen Höhen und Tiefen hier und da. Abends brauche ich dann eher ruhige Aktivitäten, um mich zu entspannen und gut schlafen zu können. Wichtig ist hierbei auch zu bedenken, dass ich jetzt nicht einfach Zeiten der aktiven Entspannung nehme und diese komplett durch Spannung ersetze. Wir brauchen beides in unserem Alltag:
Feierabend = Spannung + Entspannung = „I feel alive“
Wenn ich mir meinen Tagesablauf genauer anschaue, fällt mir auf, dass ich zwischen 17 und 20 Uhr eine ziemlich passive Phase habe – genau die Zeit, in der ich entweder im Pendelverkehr feststecke oder gedankenverloren vor dem Fernseher sitze. Wirklich entspannend war das für mich aber nie. Eigentlich ist es mehr eine Art Leerlauf, weil ich nach einem anstrengenden Arbeitstag einfach nicht weiß, was ich sonst tun soll. Statt diese Stunden ungenutzt verstreichen zu lassen, möchte ich sie bewusst zu meinem „Excitement“-Fenster machen – eine Zeit, die mir hilft, den Übergang von Arbeit zu Freizeit aktiver und aufregender zu gestalten, anstatt nur in den Autopilot-Modus zu rutschen.
Zeit | Aktivität | Emotionale Vielfalt |
---|---|---|
06:00 – 08:00 | Morgenroutine + Fahrt zur Arbeit | 🟢 Low (Ruhig) |
08:00 – 12:00 | Work | 🟢 Low (Konzentriert) |
12:00 – 12:30 | Mittagessen | 🟠 Mittel (Social) |
12:30 – 17:00 | Work | 🟢 Low (Konzentriert) |
17:00 – 20:00 | Excitement-Fenster | 🟠 High |
20:00 – 22:30 | Abendroutine | 🟢 Low (Ruhig) |
Hinweis: Jeder Mensch hat individuelle Energiephasen. Falls du dich in bestimmten Zeiten besonders müde oder aktiv fühlst, passe den Plan entsprechend an! Oder führe die Analyse so ähnlich durch, wie ich es gemacht habe :).
Warum es schwerfällt den Feierabend aktiv zu gestalten?

Das Problem ist: Wenn ich mich in einem „Low Energy/Low Emotion“-Zustand befinde, habe ich oft keine Kraft, bewusst nach einer Excitement-Aktivität zu greifen. Ich weiß dann einfach nicht, was ich gerade brauche, weil meine Emotionen und mein Energielevel so niedrig sind. Mein Körper ist in diesem Zustand darauf programmiert, Energie zu sparen – sei es durch fettiges, süßes Essen, wenig Bewegung oder allgemein möglichst wenig Aufwand.
Natürlich kann man sich dafür entscheiden, diesem Impuls nachzugeben und das „Low Energy“-Leben zu führen – sich einfach nur „comfy“ einzurichten. Schließlich hört man überall: „Hör auf deinen Körper!“ Aber das bedeutet nicht, dass alles, was dein Körper dir signalisiert, auch wirklich gut für dich ist.
Wenn ihr euch entscheidet, mehr vom Leben zu haben, werdet ihr schnell merken: Am Leben zu sein bedeutet, aktiv Energie zu verbrauchen. Und genau das ist der schwierige Punkt. Der Start kostet Überwindung, weil es gegen das natürliche Bedürfnis des Körpers geht, Energie zu sparen.
Was hilft? Verständnis.
- Verstehe, dass dein Körper dich oft in den Sparmodus versetzen will, weil das evolutionär sinnvoll war – aber heute nicht immer das Beste für dein Wohlbefinden ist.
- Verstehe, dass wahre Erfüllung und tiefe Emotionen oft entstehen, wenn du dich traust, etwas zu tun, das dir zuerst Angst macht oder Überwindung kostet.
Am Leben zu sein kann anstrengend sein, Energie kosten oder sogar Angst machen. Aber genau das ist der Punkt: Das Gefühl danach ist es wert.

Welche Kategorien von Spannung im Alltag gibt es?
Damit dein Leben sich nicht nur wie eine Abfolge von Arbeit und Erholung anfühlt, kannst du gezielt Excitement-Blocker in deinen Wochenplan integrieren. Im Grunde lassen sich spannende Tätigkeiten in fünf Excitement-Kategorien unterteilen:
- Sozial – Menschen treffen, Verbindung spüren
- Bewegung – Weil der Körper kein Bürostuhl ist
- Erlebnisse – Weil Abwechslung wichtig ist
- Kreativ – Etwas erschaffen statt nur konsumieren
- Entspannung – Aber aktiv
Jede davon bringt auf ihre eigene Weise mehr Abwechslung in dein Leben: Soziale Momente sorgen dafür, dass du dich verbunden fühlst – sei es durch ein Treffen mit Freunden, ein gemeinsames Essen oder einfach einen guten Austausch. Bewegung bringt Energie, weil der Körper nicht dafür gemacht ist, den ganzen Tag auf einem Bürostuhl zu hängen. Erlebnisse durchbrechen die Monotonie, indem sie Abwechslung in deinen Alltag bringen – neue Orte, neue Erfahrungen, neue Reize. Kreativität hilft, nicht nur passiv zu konsumieren, sondern selbst etwas zu erschaffen, sei es durch Zeichnen, Schreiben oder andere kreative Projekte. Und Entspannung? Die funktioniert am besten, wenn sie aktiv ist – also nicht stundenlanges Scrollen, sondern etwas, das dich wirklich runterbringt, wie ein Spaziergang, ein gutes Buch oder ein heißes Bad.
Der Trick ist, nicht einfach nur eine Liste von Dingen abzuarbeiten, sondern clever zu kombinieren. Wie beim Essen, wo eine Mahlzeit aus einem Main und Side Dish besteht, kannst du auch Aktivitäten so gestalten, dass du mehrere Kategorien kombinierst, was zu mehr Spannungsmomenten führt, ohne extra weitere Zeit einzuplanen:
- Joggen mit Freunden in einer neuen Umgebung → Bewegung + Sozial + Erlebnisse
- Ein Zeichen-Workshop besuchen → Kreativ + Sozial + Erlebnisse
- Ein neues Café testen und dabei ein Buch lesen → Erlebnisse + Entspannung
- Kochen mit Freunden → Kreativ + Sozial + Entspannung
Geplante Aktivitäten vs. Spontane Momente

Es ist verlockend, jeden freien Moment mit coolen Aktivitäten zu füllen – vor allem, wenn der Alltag aus Arbeit und Erholung besteht. Aber zu viel Planung kann schnell stressig werden und nimmt dir den Raum für spontane Erholung. Nach einem langen Tag ist die Energie oft begrenzt, und es ist unrealistisch, ständig etwas Spannendes zu erleben, ohne irgendwann auszubrennen. Deshalb lohnt es sich, bewusst zu entscheiden, wann du aktiv sein möchtest und wann du einfach Zeit für dich brauchst.
1. Geplante Aktivitäten:
Erlebnisse, Reisen, Treffen mit Freunden oder Hobbys geben deinem Alltag Struktur und sorgen für Abwechslung. Sie helfen dir, neue Perspektiven zu gewinnen und deine Zeit bewusst zu gestalten. Aber: Jede Aktivität kostet Energie – mental und körperlich.
2. Spontane Erholung:
Ruhige, flexible Tage sind genauso wichtig. Zu viel Struktur kann sich erdrückend anfühlen, besonders unter der Woche, wenn der Fokus auf Zielen und Deadlines liegt. Spontane Momente geben dir die Möglichkeit, einfach mal im Moment zu leben – sei es, planlos durch die Stadt zu schlendern, eine spontane Einladung anzunehmen oder einfach zu Hause zu entspannen, ohne sich „produktiv“ fühlen zu müssen.
Die richtige Balance finden in einer typischen Arbeitswoche

Die Balance zwischen geplanten Aktivitäten und spontanen Momenten ist entscheidend, um einen gesunden, erfüllten Lebensrhythmus zu erhalten.
2–3 Abende pro Woche mit geplanten, spannenden Aktivitäten – Diese Highlights solltest du bewusst wählen, damit du dich wirklich darauf freuen kannst. Ob ein Treffen mit Freunden, ein kreativer Workshop oder ein sportliches Abenteuer – es geht darum, Momente zu schaffen, die deine Lebensqualität steigern und dir neue Perspektiven bieten. Du musst nicht jedes Mal die Welt erobern, aber diese „Excitement-Blocker“ sorgen dafür, dass du nicht in den Alltagstrott verfällst.
2–3 Abende pro Woche, an denen du flexibel bleibst – Diese freien Abende geben dir die Freiheit, spontan zu entscheiden, was du tun möchtest. Manchmal ist der beste Plan, keinen Plan zu haben. An diesen Tagen kannst du einfach entspannen, ein gutes Buch lesen, einen Film schauen oder mit deinen eigenen Gedanken abschalten oder spontan etwas spannendes erleben. Tu das worauf du einfach gerade Lust hast an diesen Abenden und fühle dich nicht verpflichtet. Auch diese Phasen der Ruhe sind enorm wichtig für dein Wohlbefinden. Sie helfen, den Kopf freizubekommen und neuen Schwung für die aktiven Tage zu sammeln.
Ich habe lange damit gekämpft, eine gute Mischung zwischen Planung und Spontaneität zu finden. Einerseits mag ich es, wenn ich eine Struktur habe und weiß, was ansteht – das gibt mir Sicherheit und sorgt dafür, dass ich die Dinge tue, die mir wichtig sind. Andererseits brauche ich auch Freiraum, um spontan entscheiden zu können, worauf ich gerade Lust habe.
Das Problem: Wenn ich alles durchplane, fühlt sich mein Alltag schnell starr und erdrückend an. Wenn ich aber alles offen lasse, passiert oft … nichts. 😅 Deshalb habe ich für mich eine Art Wochenstruktur entwickelt, die beides vereint. Ich betrachte nicht mehr jeden Tag einzeln, sondern die gesamte Woche als Einheit – mit Tagen, die fest geplant sind, und anderen, die bewusst offen bleiben. Falls du auch das Gefühl hast, zwischen „Ich will mein Leben planen“ und „Ich will frei entscheiden“ hin- und hergerissen zu sein, dann probiere das doch mal aus! Am Ende findest du eine kleine Anleitung! Hier ist meine Woche als Beispiel:

Montag – Bewegung
Montags arbeite ich im Home-Office, was bedeutet, dass ich viel sitze und mich weniger bewege. Deshalb möchte ich den Tag bewusst mit einer Aktivität ausklingen lassen, die mich zwingt, nach draußen zu gehen.
- Fester Plan: Nach der Arbeit Joggen → Bewegung & Entspannung.
- Flexibel: Falls das Wetter schlecht ist oder ich mich müde fühle, kann ich stattdessen einen Spaziergang machen oder eine andere Form von Bewegung einbauen.
Dienstag – Erlebnisse & Sozial
Dienstag bin ich normalerweise im Büro und habe mir angewöhnt, danach nicht direkt nach Hause zu fahren.
- Geplant: In die Stadt gehen, anstatt mich direkt auf den Heimweg zu machen.
- Spontan: Entweder einfach ein bisschen herumlaufen oder – wenn mein Freund Zeit hat – gemeinsam etwas essen gehen. Ich finde den Gedanken, alleine essen zu gehen, noch ungewohnt, aber vielleicht sollte ich mich irgendwann daran herantrauen? 😀
- Fester Termin: Abends ein Online-Gespräch mit meinen besten Freunden → soziale Zeit & Entspannung.
Der Dienstag fühlt sich dadurch lebendig an, ohne zu strikt durchgeplant zu sein. Ich kann spontan entscheiden, wie lange ich in der Stadt bleibe oder was genau ich unternehme.
Mittwoch – Spontane Entspannung
Mittwoch ist mein bewusst lockerer Tag. Nach der Arbeit entscheide ich spontan, ob ich Lust habe, etwas zu unternehmen oder ob ich einfach nur entspannen möchte. Wenn ich noch Energie habe, kann ich etwas unternehmen – vielleicht in ein Café gehen, Freunde treffen oder einen neuen Ort erkunden. Falls ich merke, dass ich Ruhe brauche, gönne ich mir einen entspannten Abend zu Hause. Da der Dienstag oft eher aktiv ist, tut es gut, hier einen offenen Tag zu haben, an dem ich nicht an einen festen Plan gebunden bin, um etwas Abwechslung zu schaffen zwischen Planung und Spontanität.
Donnerstag – Bewegung & Sozial & Erlebnisse & Kreativität
Donnerstag ist ziemlich durchgeplant und fühlt sich oft wie ein „Power-Tag“ an.
- Nach der Arbeit:
- Fitnessstudio mit Kollegen
- Danach durch die Stadt laufen & ein neues Café oder einen Snack ausprobieren
- Abends: Hip-Hop-Tanzkurs
Ich mag es, dass der Donnerstag vollgepackt ist, weil er mir Energie gibt. Gleichzeitig habe ich durch das Spazierengehen nach dem Fitnessstudio eine kleine spontane Zeit, in der ich einfach in Ruhe etwas erkunden kann. Jedes mal kann man etwas neues entdecken!
Freitag – Spontan
Freitag fühlt sich meistens schon nach Wochenende an, weshalb ich hier eine Mischung aus fester Planung und Spontanität habe, um die Woche entspannt ausklingen zu lassen. Je nach Lust und Laune kann ich früher Feierabend machen, ein paar Erledigungen machen oder einfach faulenzen. Am liebsten koche ich gemeinsam mit meinem Freund etwas zusammen und wir schauen Filme oder Animes gemeinsam.
Samstag – Erlebnisse
Samstag ist mein „Erlebnistag“, an dem ich bewusst etwas Größeres plane. Oft ein Ausflug mit meinem Freund oder Freunden – sei es eine Wanderung, ein Tagestrip oder eine andere spannende Aktivität. Und ich weiß meistens schon vorher, was ansteht, aber spontane Änderungen sind immer möglich. Da mein Samstag meisten sehr aktiv ist, fühlt sich der Sonntag danach umso entspannender an.
Sonntag – Spontane Entspannung
Sonntag ist mein bewusst entspannter Tag. Hier gibt es keine festen Verpflichtungen, sondern nur Optionen: Vielleicht ein Café-Besuch oder ein Spaziergang. Vielleicht einfach zu Hause bleiben, lesen oder kreativ sein. Alles ist erlaubt –> Hauptsache, kein Stress!
Kategorie | Tage mit Fokus darauf |
---|---|
Bewegung | Montag, Donnerstag (Joggen, Fitness, Hip-Hop) |
Soziale Zeit | Dienstag, Donnerstag, Freitag, Samstag (Freunde, Freund, Kollegen) |
Erholung/Spontanität | Freitag, Sonntag |
Neue Erlebnisse | Dienstag, Donnerstag, Samstag (Stadtbummel, neue Cafés, Ausflüge) |
Wie du deine eigene Woche spannender gestalten kannst
Falls du das Konzept auf dich selbst anwenden willst, hier ein paar Tipps, wie du deine eigene Balance zwischen Planung & Spontaneität gestalten kannst:
1. Überblick verschaffen: Wie sieht deine Woche aktuell aus?
- Schreibe auf, welche festen Termine du hast (z. B. Arbeit, Sportkurse, Verabredungen).
- Überlege, welche Tage sich eher stressig und welche entspannt anfühlen.
2. Kategorien definieren: Was ist dir wichtig?
Jeder hat andere Bedürfnisse. Überlege, welche Kategorien du in deiner Woche haben möchtest und durch welche Aktivitäten diese in deiner Woche auftreten könnten.
3. Fixe & flexible Tage festlegen
- Feste Aktivitäten: Dinge, die dir wichtig sind, bekommen einen festen Platz (z. B. Sport, wöchentliche Treffen) -> mind. 2 feste Termine eintragen.
- Spontane Tage: Lasse bewusst Raum für flexible Entscheidungen. -> Mind. 2 spontane Tage.
4. Testen & Anpassen
- Probiere deine Planung eine Woche lang aus.
- Falls du merkst, dass es nicht passt, ändere kleine Dinge – vielleicht brauchst du mehr Ruhe oder mehr Abwechslung.
Zusammenfassung

Es geht nicht darum, jede freie Minute mit Aktivitäten zu füllen, sondern bewusst Momente in den Alltag zu integrieren, die wahres Excitement erzeugen. Momente, die sich nicht nur nach „Zeit überbrücken“ anfühlen, sondern nach echtem Leben. Die richtige Balance ist dabei entscheidend: Unter der Woche reichen schon zwei bis drei aktive Abende, um Highlights zu setzen, ohne sich selbst zu überfordern. Gleichzeitig ist es genauso wichtig, sich Raum für Spontaneität und Langeweile zu lassen – nicht alles muss durchgeplant sein. Wenn man versteht, dass der Körper von Natur aus Energie sparen will, fällt es leichter, den inneren Schweinehund zu überwinden und sich bewusst für Aktivitäten zu entscheiden, die langfristig mehr Freude bringen.
Take-Home Message
Denn am Ende sind es genau diese spannenden Momente, in denen wir unsere Komfortzone verlassen, etwas Neues erleben oder uns einfach lebendig fühlen, die wirklich zählen und das Leben lebenswert machen.